Stoßwellentherapie in der Orthopädie

Unser Indikationsspektrum für die Stoßwellentherapie:

 

Tendinopathien (Sehnenreizungen):

  • Tendinosis calcarea der Schulter („Kalkschulter“)
  • Plantare Fasciitis mit oder ohne Fersensporn
  • Achillodynien
  • radiale Epicondylopathie („Tennisellbogen“) und ulnare Epicondylopathien („Golferarm“)
  • Patellaspitzensyndrom („Jumper`s knee“)
  • Bursitis trochanterica, Greater trochanteric pain syndrom (GTPS)
  • Für viele weitere Tendinopathien unterschiedlicher Ätiologie sind erfolgreiche Behandlungen mit der ESWT beschrieben


Knochenpathologien:

  • verzögerte und nicht heilende Knochenbrüche (Pseudoarthrosen)
  • Ermüdungsbrüche, Stressfrakturen
  • frühe Stadien der avaskulären Knochennekrose
  • frühe Stadien der Osteochondritis dissecans (OD) nach Wachstumsabschluss
  • Morbus Osgood Schlatter

 

Stosswellentherapie PiezoWave2        Stosswellentherapie bei Fersensporn


Stoßwellen sind hochenergetische Druckwellen, die Schallwellen ähnlich sind, sich aber in Energie, Anstiegs- und Ausbreitungsgeschwindigkeit sowie der Art der Ausbreitung deutlich unterscheiden.

Bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT) werden außerhalb des Körpers (extrakorporal) Druckwellen erzeugt. Diese Druckwellen werden über ein Gelkissen  an den Körper angekoppelt. Die Stoßwellen dringen in den Körper ein und können so ihre Wirkung im Zielgebiet entfalten. Der Patient spürt die kurzen Impulse und unterstützt den Arzt, die Stoßwellen an den Punkt des höchsten Schmerzempfindens zu dirigieren. Die Behandlung wird ambulant durchgeführt, ist schonen und dauert ca. 15 Minuten. Die Behandlung erfolgt mehrmals in Abständen von ca. ein bis zwei Wochen.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie ist ursprünglich bekannt durch den Einsatz zur  Zertrümmerung von Nierensteinen. Diese Behandlungsmethode wurde erstmals 1980 erfolgreich durchgeführt und hat sich bis heute bewährt. Im Bereich Orthopädie wurde die Stoßwellenbehandlung erstmals 1989 eingesetzt. Bis Ende 2018 war die Stoßwellenbehandlung im Bereich Orthopädie jedoch immer eine individuelle Gesundheitsleistung (IGel), die vom Patienten aus eigener Tasche bezahlt werden musste.

Gute Nachrichten - Stoßwelltherapie als Kassenleistung

Es gibt jedoch gute Nachricht für Patienten mit Fersenschmerz. Seit Januar 2019 werden beim Fersenschmerz (Fasciitis plantaris) die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen  übernommen.  
An die Übernahme der Kosten sind gewisse Bedingungen geknüpft: Die Betroffenen müssen mindestens seit einem halben Jahr wegen ihrer Fersenschmerzen in ihren Aktivitäten eingeschränkt gewesen sein und es müssen auch schon andere konservative Therapiemaßnahmen (z.B. Dehnübungen oder  Schuheinlagen) durchgeführt worden sein.