Endoprothesen am Sprunggelenk

OSG-TEP

OSG-TEP Roentgenbild

Roentgenbild OSG-TEP seitlich

Endoprothese am Sprunggelenk

OSG-Endoprothese
Röntgenbild von vorne

OSG-Endoprothese
Röntgenbild seitlich

 

Die Häufigkeit der Sprunggelenksarthrose ist gering, verglichen mit der Häufigkeit von Hüft- und Kniegelenksarthrosen. Am häufigsten findet man sie nach Sprunggelenksfrakturen, insbesondere wenn der Bruch in einer nicht anatomischen Stellung verheilt, aber auch langfristige Instabilitäten und Ernährungs- sowie Durchblutungsstörungen des Knorpels können mit der Zeit zu einer Arthrose des Sprunggelenkes (Gelenkverschleiß) führen.

Bisher stand in einem solchen Fall als dauerhafte Behandlungsmöglichkeit lediglich die Versteifungsoperation zur Verfügung. Nach einer Versteifung des Sprunggelenkes werden allerdings die angrenzenden Gelenke verstärkt belastet. Dies führte zu der Entwicklung von Sprunggelenksendoprothesen seit ca. 1970. Mittlerweile werden in Deutschland ca. 1.500 Sprunggelenksendoprothesen jährlich eingesetzt, Tendenz steigend. Nach anfänglichen Problemen mit hohen Lockerungsraten führte die Entwicklung von anatomischen Sprunggelenksprothesen zu deutlich besseren Ergebnissen. 10 Jahre nach Implantation der Sprunggelenksprothese sind mittlerweile noch 75% stabil und funktionieren einwandfrei.

Unsere Implantate verfügen über eine Spezialbeschichtung, so dass sie zementlos eingebaut werden können. Kommt es dennoch irgendwann einmal zu einer Lockerung, kann die Prothese gewechselt werden. Eine wie früher übliche Versteifungsoperation kann nach einer Lockerung meist immer noch durchgeführt werden. Umgekehrt ist jedoch die Implantation einer Endoprothese nach einer Versteifung nicht mehr möglich.

Zustand nach OSG-Endoprothese 

 

Fuß-Beugung: Fallbeispiel einer Patientin 8 Wochen nach OSG-Endoprothese

 Fuß-Streckung: Fallbeispiel einer Patientin 8 Wochen nach OSG-Endoprothese

Unsere Patienten verweilen ca. 4 bis 7 Tage in unserer Klinik. In den ersten 14 Tagen (bis die Wunde verheilt ist) wird eine abnehmbare Gipsschiene angelegt. Danach werden die Patienten mit einem Spezialschuh versorgt, so dass eine Teilbelastung möglich wird.

Klinische und röntgenologische Kontrollen in unserer Praxis erfolgen 6 Wochen und 6 Monate nach der Operation.