Unser Spektrum arthroskopischer Operationen am Sprunggelenk:

  • Knorpeldefektsanierung
  • Retrograde Anbohrung bei Osteochondrosis Dissecans
  • Synovektomie
  • Osteophytenabtragung
  • Entfernung freier Gelenkkörper
  • Arthrolyse bei Fibroarthrose

Eine der häufigsten Verletzungen, vor allem bei Fußballspielern, ist die Kapselbandverletzung am äußeren oberen Sprunggelenk. Diese Verletzung kann ohne Operation, z. B. mit einer speziellen Schiene, folgenlos ausheilen. Nicht selten verdickt und entzündet sich aber auch als Folge die Gelenkinnenhaut, meist begleitet von einer Gelenkergussbildung. Weichteilgewebe (Bänder und Kapsel) kann sich an der äußeren Vorderseite des Sprungbeines einklemmen und zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen führen. Freie Gelenkkörper (z. B. durch eine Verletzung abgesprengte Knorpelteile) können zu Blockaden führen. Es gibt aber auch knöcherne Einklemmungen als Folge unbehandelter akuter oder chronischer Überdehnungen, den sogenannten Fußballerknöchel. Dabei bilden sich an der Vorderseite des Gelenkes, am Ansatz der Gelenkkapsel, kleine knöcherne Randzacken (Osteophyten). Des Weiteren gibt es Narbenbildungen nach Verletzungen oder Operationen sowie Ernährungsstörungen des Knorpels mit der Gefahr der Knorpelablösung (Osteochondrosis dissecans).

Die Sprunggelenksarthroskopie ist eine Technik, die bei diesen Problemen immer nützlicher wird. Arthroskopisch lassen sich Narben lösen, eingeklemmte Weichteile entfernen und knöcherne Randzacken abtragen.

Bei Schädigung des Knorpels kann ähnlich wie am Knie eine Knorpelbehandlung durchgeführt werden. Am häufigsten wird der geschädigte Knorpel entfernt, geglättet und ggf. der darunter liegende Knochen angefrischt, um die Neubildung eines Faserknorpels zu fördern. In sehr seltenen Fällen ist auch die Transplantation von Knorpel notwendig. Nach einem arthroskopischen Sprunggelenkseingriff kann der Patient meist schon am nächsten Tag wieder entlassen werden. 2 bis 3 Tage später erfolgt der nächste Verbandwechsel bei uns in der Praxis oder wird von dem zuweisenden Hausarzt/Facharzt durchgeführt. Fädenentfernung zwischen dem 8. bis 12. postoperativen Tag. Teilbelastung an Gehstützen kann für eine gewisse Zeit erforderlich sein. Kontrolluntersuchungen in unserer Praxis 3 Wochen und ggf. 3 Monate nach der Operation.