Schulterschmerzen?

Für Schulterschmerzen gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Ursachen

 

Nachfolgend sehen Sie ein paar Grundlagen zur Anatomie der Schulter.

 

Das Schultergelenk

Die Schulter ist das Gelenk mit den meisten Freiheitsgraden bei der Bewegung. Die Führung und Stabilisierung beruht im wesentlichen auf dem Zusammenspiel von Muskeln, unterstützt von Kapsel und Bändern. Die Schulter ist daher besonders anfällig für Störungen des Bewegungsrhythmus der umgebenden Muskulatur.

 

Die knöchernen Strukturen der Schulter von vorne

  • Akromion: Schulterdach
  • Coracoid (processus coracoideus): wörtlich "Rabenschnabelfortsatz"
  • Scapula: Schulterblatt
  • Glenoid: Die Gelenkpfanne des Schulterhauptgelenkes
  • Humerus: Oberarmknochen

 

Das Gelenk von der Seite
Blick auf die Gelenkpfanne ohne Oberarmknochen

  • Glenoid: die Gelenkpfanne von der Seite.
  • Labrum (labrum glenoidale): Meniskusartiger Faserknorpel, dient der Zentrierung des Oberarmknochens in der Gelenkpfanne. Der Zipfel oben ist der Ansatz der (langen) Bizepssehne.

 

Die Kapsel und die Bänder
Die das Gelenk umgebende Kapsel ist für die passive mechanische Stabilisierung verantwortlich. Vorne ist sie zu bandartigen Strukturen verdickt, deren Riss bei Schulterluxationen für die Instabilität verantwortlich ist.
Die in der vorigen Abbildung angedeutete Bizepssehne wird hier im Verlauf gezeigt. Das "Ligamentum corcoakromiale" verläuft vom Schulterdach zum Coracoid. Entwicklungsgeschichtlich stellt es ein Überbleibsel aus unserer Vierfüßlerzeit dar. Beim Menschen trägt es mit zu einem Engpass unter dem Schulterdach bei (Impingement) und wird bei einer Operation deswegen mit entfernt.

 

Rotatorenmanschette
Die Muskeln der Rotatorenmanschette sorgen für eine aktive Stabilisierung und Zentrierung der Schulter. Der markierte Bereich ist besonders anfällig für einen Engpass (Impingement) oder gar für einen Riss der Rotatorenmanschette.