Akupunktur hilft bei Kniearthrose!

Das konnten unsere Studien 2016 und 2015 eindrucksvoll bestätigen.

Seit über 25 Jahren wird in der Arthro Clinic Hamburg die Akupunktur zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Zur Evaluation der Wirksamkeit der Akupunktur bei Kniearthrose führten wir im Jahr 2016 eine Studie mit 167 Patienten durch. Jeder Patient erhielt in der Regel zehn Akupunkturbehandlungen. Im Jahr 2015 führten wir bereits die gleiche Studie durch. Diese zeigte ähnliche Ergebnisse.
Vor Beginn und nach Abschluss des Behandlungszyklus wurden die Patienten auf einer Skala von 0-10 nach der Schmerzstärke, der Beeinträchtigung im Alltag und nach ihrer Stimmung befragt. Es konnten 162 Datensätze ausgewertet werden.
Die Auswertung zeigte eine signifikante Besserung der Schmerzstärke, der Beeinträchtigung der Alltagstätigkeiten und der Stimmungslage. Dies kann den unten aufgeführten Graphiken entnommen werden. Fast identische Ergebnisse zeigte unsere Auswertung von 2015.


Die Schmerzstärke wurde vor der Behandlung mit durchschnittlich 6,3 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10 (0= keine Schmerzen, 10= stärkster vorstellbarer Schmerz) angegeben. Nach der Behandlung hatte sich die Schmerzstärke um 33,2 % auf 4.2 Punkte im Durchschnitt reduziert. Ähnlich gute Ergebnisse zeigte unsere Studie von 2015.

 


Die Beeinträchtigung der Alltagsaktivitäten durch den Schmerz wurde vor der Behandlung mit durchschnittlich 5,5 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10 (0=keine Beeinträchtigung, 10=keine Aktivitäten mehr möglich) angegeben. Durch die Akupunkturbehandlung konnte die Beeinträchtigung im Alltag um 21,0 % auf 4,0 Punkte im Durchschnitt gesenkt werden.

 


Die Beeinträchtigung der Stimmung durch den Schmerz wurde vor der Akupunkturbehandlung mit durchschnittlich 5,4 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10 (0=glücklich/zufrieden, 10=unglücklich/schlecht) angegeben. Nach der Akupunkturbehandlung hatte sich die Beeinträchtigung der Stimmung um 28,8 % auf 3,8 Punkte im Durchschnitt verbessert.

Die allgemeine Zufriedenheit mit der Behandlung der Schmerzen war hoch. Zwei Drittel der Patienten vergaben 9 oder 10 Punkte von 10 möglichen Punkten.

Unser Fazit: Die Akupunktur ist eine ausgezeichnete Therapieform zur Schmerzbehandlung bei Kniearthrose. Natürlich kann die Akupunktur keine Arthrose heilen, allerdings konnten wir in unserer Studie eindrucksvoll zeigen, dass sich die Akupunktur zur Schmerzreduktion und für die Verbesserung der Lebensqualität bei Kniearthrose eignet.

Die GERAC Studie (die weltweit größte randomisierte und prospektive Studie zur Wirksamkeit der Akupunktur) konnte 2006 die Wirksamkeit der Akupunktur nachweisen. Auf Grund dieser Studie wird die Akupunktur seit dem 1. Januar 2007 von den gesetzlichen Krankenversicherungen bei Schmerzen durch Kniearthrose und beim Lendenwirbelsäulen-Syndrom (LWS-Syndrom) übernommen, wenn die Beschwerden nachweislich länger als 6 Monate bestehen. Voraussetzung ist, dass die Ärztin/der Arzt geprüft ist, eine entsprechende Qualifikation besitzt (Zusatzbezeichnung „Akupunktur“, psychosomatische Grundversorgung, Kurse in Spezieller Schmerztherapie) und eine Genehmigung vorliegt. In der Regel werden bei der Behandlung 10 Akupunktursitzungen a 25 Minuten durchgeführt.
Neben der Kniearthrose und dem LWS-Syndrom ist die Akupunktur ebenfalls geeignet zur Behandlung von Schmerzen des gesamten Bewegungsapparates (Arthrose anderer Gelenke, Sehnenerkrankungen, Muskelschmerzen u.a.). Auch andere Beschwerden, wie z.B. Migräne, Heuschnupfen etc. können mit Akupunktur behandelt werden (siehe auch Indikationsliste Akupunktur, Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur, Mai 2017). Diese Indikationen werden zur Zeit aber leider nur von den privaten Krankenkassen und nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen. Bei gesetzlich versicherten Patienten bieten wir diese Indikationen als sog. IGEL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen) für Selbstzahler an.



Indikationsliste Akupunktur, Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA), Stand Mai 2017

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems wie z.B.:

  • Schmerzen an Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule wie z.B. HWS-Syndrom, zervikale Spondylitis, Tortikollis, BWS-Syndrom, Thorakalsyndrom, LWS-Syndrom, Lumbago, Ischialgie, Lumbosakrales Schmerz-Syndrom, Bandscheibenvorfall
  • Myofasziales Schmerzsyndrom
  • Fibromyalgie
  • Radikulärsyndrom, Pseudoradikulärsyndrom
  • Arthralgien, Arthrosen, Arthritis und deren Begleitschmerzen
  • rheumatoide Arthritis
  • Schulter-Arm-Syndrom, Frozen Shoulder, Periarthritis humeroscapularis
  • Tennisellenbogen - Epikondylopathie
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Hüftbeschwerden wie Koxarthrose, Koxalgie
  • Kniebeschwerden wie Gonarthrose, Gonalgie
  • Achillodynie
  • Morbus Sudeck
  • Nachbehandlung von Hüft-, Knie- und Bandscheibenoperationen
  • Schmerzen des Kau- und Zahnsystems.

 

Neurologische Krankheiten, wie z.B.:

  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Neuralgien wie Trigeminusneuralgie, Atypischer Gesichtsschmerz, Interkostalneuralgie, Zosterneuralgie
  • Phantomschmerz, Stumpfschmerz
  • Polyneuropathie, Parästhesie
  • Schlaganfall
  • Lähmungen, Hemiparese, Fazialisparese
  • Zerebrale Anfallsleiden
  • Entwicklungsstörungen im Kindesalter
  • Begleitsymptome von neurologischen Erkrankungen

 

Psychische und Psychosomatische Erkrankungen wie z.B.:

  • Depressionen
  • Bipolare Störungen
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustand
  • Ängste, Unruhezustände, Psychovegetatives Syndrom
  • Suchterkrankungen: Entgiftungsbehandlung und Therapiebegleitung, NADA Konzept (z.B. Alkohol, Nikotin, Arzneimittel, illegale Drogen)
  • Bulimie, Adipositas
  • somatoforme Störungen

 

Erkrankungen der Atemwege, wie z.B.:

  • Asthma
  • Bronchitis, Pseudokrupp, Hyperreagibles Bronchialsystem
  • Heuschnupfen - Rhinitis allergisch
  • gehäuft auftretende Erkältungskrankheiten.

 

Herz- Kreislauf Krankheiten, wie z.B.:

  • Funktionelle Herzerkrankung
  • Herzrhythmusstörung
  • Angina pectoris
  • koronare Herzerkrankung
  • Hypertonie, Hypotonie
  • Durchblutungsstörung

 

Erkrankungen des Verdauungssystems, wie z.B.:

  • funktionelle Magen-Darm-Störungen
  • Übelkeit, Erbrechen, Hyperemesis, (auch in Schwangerschaft, unter Chemotherapie, postoperativ)
  • Oesophagitis, Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Ulkus ventriculi, Ulkus duodeni
  • Gallenbeschwerden wie Cholangitis, Cholecystitis, Gallenwegsdyskinesie
  • Lebererkrankungen wie Hepatitis
  • Verstopfung (Obstipation), Durchfall (Diarrhoe), Gastroenteritis
  • Reizdarm (Colon irritabile), Morbus Crohn, Colitis ulcerosa


Urologische Erkrankungen, wie z.B.:

  • Reizblase, Cystitis, Pyelonephritis, rezedivierende Harnwegsinfekte
  • Prostatitis
  • Funktionelle Störung des Urogenitaltraktes
  • Harninkontinenz, Enuresis
  • Impotenz

 

Gynäkologische Erkrankungen, wie z.B.:

  • Menstruationsschmerzen, Zyklusstörung, Dysmenorrhoe, Prämenstruelles Syndrom, Amenorrhoe (Ausbleiben der menstruellen Blutung)
  • Wechseljahresbeschwerden (Klimakterisches Syndrom)
  • Adnexitis, Salpingitis
  • Mastopathie (gutartige Veränderungen des Brustdrüsengewebes)
  • Libido- und Potenzstörungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen, Fertilitätsstörung, Frigidität
  • Schwangerschaftserbrechen, Geburtshilfe, Geburtsvorbereitung, Geburtseinleitung, Geburtserleichterung, Laktationsstörung

 

Hals-, Nasen-, Ohren- und Krankheiten, wie z.B.:

  • Heuschnupfen (Pollinosis), Rhinitis, Sinusitis, Tonsillitis
  • Geruchsstörung, Geschmacksstörung
  • Otitis, Hörsturz, Schwerhörigkeit, Tinnitus
  • M. Menière, Schwindel, Reisekrankheit, Labyrinthitis
  • Stimmstörung

 

Augen Krankheiten, wie z.B.:

  • Konjunktivitis, Blepharitis, Uveitis
  • Visusschwäche
  • Glaukom
  • Retinitis pigmentosa, Maculadegeneration

 

Hautkrankheiten, wie z.B.:

  • Urtikaria
  • Neurodermitis, atopisches Ekzem, Ekzem
  • Entzündliche Hauterkrankungen
  • Akne vulgaris, Furunkulose
  • Ulcera crures, schlecht heilende Wunden
  • Herpes simplex
  • Psoriasis
  • Wissenschaft Akupunktur und Derma
  • Juckreiz

 

Sonstige Indikationen, wie z.B.:

  • Begleittherapie bei Tumorerkrankungen, z.B. Linderung der Übelkeit bei Chemotherapie,Tumorschmerzen
  • Postoperative Schmerzen, Förderung der Wundheilung
  • Posttraumatische Schmerzen
  • Zahnschmerzen
  • Kollaps, Schockzustand
  • Immunstörung
  • posttraumatische und postoperative Heilungsstörung
  • abschwellende, schmerzlindernde, lymphflussanregende Wirkung